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Filmfestival der Generationen

DAS SIND DIE FILME:

117 Personen jeden Alters haben aus den vorgeschlagenen Filmen 23 ausgewählt, von denen die folgenden vier (fünf) Filme die meisten Nennungen erhielten und nun von uns gezeigt werden.


“Monsieur Pierre geht online”
Digitale Inklusive gegen soziale Einsamkeit

Monsieur Pierre geht online

Regie: Stéphane Robelin | Land: Frankreich, 2017 | Länge: 101 Min.
Darsteller: Pierre Richard, Yaniss Lespert, Fanny Valette, Stéphane Bissot, Stéphanie Crayencour
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

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Rezension: Filmstarts (2017)

Pierre ist ein einsamer Witwer, der sich in seiner Pariser Wohnung zurückgezogen hat und mit privaten Filmaufnahmen seiner verstorbenen Frau nachtrauert. Tochter Sylvie will, dass sich ihr Vater der Welt wieder öffnet und schenkt ihm einen Computer mit Internetanschluss. Als Lehrer engagiert sie Alex, den erfolglosen Autor und neuen Freund ihrer Tochter Juliette. Nur widerwillig lässt sich der alte Griesgram auf den jungen, unmotivierten Lehrer und die digitale Welt ein. Doch als Pierre die neuen Möglichkeiten des Internet-Datings entdeckt, ist sein Lebenswille wieder entfacht. Unter dem Pseudonym des jungen Alex und dank seiner verbalen Fähigkeiten gewinnt er das Interesse der jungen Flora aus Brüssel. Als es zum Treffen kommen soll, überredet er Alex, ihn zu vertreten. Es beginnt ein turbulentes, amouröses Verwechslungsspiel zwischen den Geschlechtern und den Generationen…
Eine moderne Variante von Cyrano de Bergerac mit einem 83-jährigen Pierre Richard in Hochform.

“Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten”
Faszinierende Wissens- und Entdeckungsreise für Jung und Alt

Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten

Regie: Martin Tischner | Land: Deutschland 2019  | Länge: 86 Min.
Darsteller: Tobias Krell, Ulla Lohmann, Uli Kunz, Danila Jan-sen, Ina Kleitz, Karl Nyman, Devaki Patil
Altersempfehlung: Empfehlung für Schulen: 2. bis 5. Klasse

Checker Tobi beschäftigt sich gerade mit dem Thema Piraten, als er in den Wellen eine geheimnisvolle Flaschenpost findet. Darin ist ein Rätsel verborgen, das Tobi natürlich sofort lösen möchte. Doch dazu muss er das Geheimnis unseres Planeten verstehen lernen. Also begibt er sich auf die abenteuerlichste Reise seines Lebens: So geht es nach Australien, an den Rand eines aktiven Vulkans und danach in die tasmanische Unterwasserwelt des Pazifiks, wo er Delfinen begegnet und mit Seedrachen taucht. Mit Klimaforschern geht Tobi ins ewige Eis nach Grönland, dort erklären sie ihm, warum sie Eis aus vielen Metern Tiefe bergen, um damit in die Zukunft schauen zu können. Schließlich führt es Tobi in die indische Metropole Mumbai. Dort wird er fast zu einem Bollywoodstar, doch ein Monsun setzt der Karriere ein jähes Ende. Letztendlich bemerkt Tobi, dass er die Lösung des Rätsels die ganze Zeit direkt vor seiner Nase hatte… Eine faszinierende Entdeckungsreise über unseren Planeten für Jung und Alt.

“Dancing Queens”
Reife Cheerleader trotzen Altersbeschwerden und Vorurteilen

Dancing Queens

Regie: Zara Hayes | Land: USA 2019 | Länge: 91 Min.
Darsteller: Diane Keaton, Jacki Weaver, Celia Weston, Alisha Boe, Pam Grier, Phyllis Somerville, Bruce McGill
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

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Rezension: Kino-Zeit (2019)

Als die alleinlebende Martha erfährt, dass sie Krebs hat, beschließt sie, in die Seniorenresidenz Sun Springs bei Phoenix zu ziehen. Sie will ihren Lebensabend zurückgezogen und in Ruhe geniessen. Doch umgeben von Palmbäumen, Golfplätzen und immerzu aktiven Seniorengruppen fällt dies schwer, zumal ihre quirlige und redselige Nachbarin Sheryl ständig vor der Tür steht. Hinzu kommt, dass die Hausordnung vorsieht, sich an Gruppenaktivitäten zu beteiligen. Doch an Stelle von Bingo oder Aquajogging will sie lieber ihren Jugendtraum erfüllen und eine eigene Gruppe von Cheerleadern gründen. Gemeinsam mit Sheryl finden sie weitere Mitstreiterinnen, die mit großen Herzen und Lebenswillen ihren altersbedingten Einschränkungen trotzen. Anfangs noch belächelt und verspottet, holen sie sich eine junge Trainerin, die sie auf ein großes Event vorbereiten hilft…
Eine unterhaltsame Komödie über ältere Frauen, die mit Hüftschwung und Prothese gegen Altersdiskriminierung und Jugendkult ankämpfen.

“Supernova”
Liebe und Selbstbestimmung im Zeichen der Demenz

Supernova

Regie: Harry Macqueen | Land: Großbritannien 2020
Länge:
Darsteller: Colin Firth, Stanley Tucci, Pippa Haywood
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

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Rezension: Süddeutsche Zeitung (2021)

Sam und Tusker, beide um die 60 Jahre alt, sind seit fast 20 Jahren ein glückliches Paar. Und auch als Schriftsteller und Konzertpianist sind beide erfolgreiche Kulturschaffende. Doch seit bei Tusker vor zwei Jahren eine frühe Form von Demenz diagnostiziert wurde, ist alles anders: Die Krankheit schreitet rapide voran und es häufen sich die Momente, wo Tusker seinen geliebten Lebensgefährten nicht mehr erkennt. Sie beschliessen, gemeinsam in ihrem alten Wohnmobil nochmals in den Norden Englands zu reisen, an den Ort, wo Sam aufwuchs und sich die beiden einst kennenlernten. Es beginnt eine Fahrt durch vertraute Orte mit Besuchen bei lieben Freunden und Familienangehörigen und durch weite Landschaften mit klaren Sternennächten. Allerdings geht es Tusker nicht nur darum, eine gute Zeit mit seinem Partner zu verbringen und schöne alte Erinnerungen aufleben zu lassen. Er hat auch den Wunsch nach Selbstbestimmung, doch die steht in Konflikt zur liebevollen Fürsorge von Sam. Ein wunderschöner Film über Liebe im Zeichen der Demenz.

Terminplanung folgt …

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